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Licht

Die Menschen sind stetig auf der Suche nach dem berühmten „Licht am Ende des Tunnels“ oder nach einem kleinen Lichtstrahl in der Dunkelheit. Ein jeder von uns möchte gerne auf der Sonnenseite des Lebens stehen, denn Licht und damit die Fähigkeit seine Umwelt genau wahrzunehmen, gilt als unabdingbar. Die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist in einer perfekt ausgeleuchteten Welt zu leben stellen sich die meisten nicht. Was das Licht zeigt ist Wahrheit und alles andere nur die heimtückischen und verlogen Täuschungen und Schikanen des Schatten Reiches. Schatten jedoch, ist eine unmittelbare Folge des Lichtes. Gäbe es kein Licht, gäbe es auch keinen Schatten. Ebenso ist die Existenz des Lichtes abhängig von dem Bestehen des Schatten. Gäbe es nämlich keinen Schatten, und damit einhergehend keine Dunkelheit, so wäre Helligkeit ein konstanter Zustand, der vom Menschen gar nicht als solcher wahrgenommen werden würde. Folglich würde er die positive Bedeutung verlieren, die ihm aufgrund seine Abgrenzung von eben jenem anderen Zustand zukommt und damit führt der Wunsch nach einem Leben ohne Schatten in Absurdum, wünscht man sich doch jenen Zustand als nicht existent, den man als so erstrebenswert erachtet. Ebenfalls ist anzuzweifeln, dass Licht die einzig wahre Welt zeigt. So nehmen wir, wissenschaftlich gesehen, nur gewisse Bereiche elektromagnetischer Strahlung wahr, welche eben als Licht bezeichnet werden. Alles andere bleibt für uns verborgen und nicht wahrnehmbar. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, das wir viele Aspekte der Wahrheit die wir suchen nicht aufnehmen können und uns von daher gar nicht erst auf das Licht verlassen können, da es uns ja doch nicht alles zeigt. Dunkelheit ist in diesem Falle sogar ehrlicher, zeigt sie uns doch Nichts und täuscht nicht mit verräterischen Burchstücken, welche wir aus Unwissenheit als Ganzes interpretieren. Doch vielleicht ist es eben jene Täuschung die der Mensch braucht. Das daraus resultierende Gefühl der Kontrolle und des Verständnisses. So ist es doch viel schöner einem verheißungsvollen Traum nachzujagen, als sich mit der spröden Realität abzugeben. Im Grunde unterscheidet sich der Mensch also nicht viel von der gemeinen Motte. Er sehnt sich nach dem, was er nicht haben kann und auch nicht haben darf und fliegt damit ständig, auf das Licht zu ....
4.12.09 17:48
 


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