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Liebe

Viele große Worte haben ihre Verwendung im Bezug zur Liebe gefunden, viele große Autoren haben diesem Wort Bedeutung und Gestalt verliehen und ich selbst kann nur wünschen jemals eben jene Worte zu finden, die Liebe in ihrer Form beschreibt und ihr Bedeutsamkeit zu teilt. Eben jene, die ihre Wunder beschreibt, ihre unendlich Kraft und die wirren, verzweigten und seltsamen Wege, welche sie zu gehen pflegt.

Denkt man an Liebe, so denkt man an dieses eine starke, bedeutsame Band das zwei Menschen verbindet und an dessen Unendlichkeit; die Vorstellung, das da draußen irgendwo jemand ist, der das eigene Leben einfach so perfekt macht, wie es eben sein soll. Der eine Mensch, der es unwichtig macht, dass man ein wenig mehr oder weniger wiegt, der jeden Schmerz erträglich und die eigene Mittelmäßigkeit zu einem hohen Gut macht.

Daher ist der Gedanke, dass es diese Person oder überhaupt diese Liebe nicht gibt, eine grausame Überlegung, welcher man nicht zu lange nachgeht – wartet man doch sehnsüchtig darauf endlich darauf, sein eigenes Märchen zu erleben.

Seine Liebe gefunden zu haben, Das ist das wahre Leben.

Doch was ist mit den anderen? Eben jenen die nicht das Glück haben ein Wir anstatt ein Ich zu sein?

Für diejenigen heißt es suchen und hoffen. Ein ständiger Optimismus ist hier gefragt, der einen in dem Glauben halten soll, dass man nur lang genug warten muss um ebenfalls seiner Einsamkeit zu entfliehen. Die Vorteile hervorzuheben, die ein Leben alleine bringt, ist dabei essentiell um über die eigentlich stille Enttäuschung zu stehen.

Und trotzdem geht man am Abend alleine ins Bett, das Kissen im Arm und wünscht sich inniglich es wäre keines. Jedes Pärchen wird zu einem Spiegel der eigenen Verlassenheit und man stolpert blind von einem Tag in den anderen.

Ich persönlich gehöre zu letzterer Art von Mensch. Jene, die verdammt dazu sind alleine ins Kino zu gehen und zum Selbstschutz Valentinstag als kommerziellen Schwachsinn abtun.

Täglich warte ich darauf, dass mein Leben irgendwann einmal einen dieser berühmten „Meet-clues“ erlebt. Ihr wisst schon, dieser Moment ihm Film, wenn Er uns Sie sich durch Zufall zum ersten Mal treffen und von wo an alles einfach magisch verläuft.

Zwar war ich nie ein großer Fan der klassischen Märchen, doch immer einer der großen Liebesgeschichten. Von klein auf habe ich Disneys Zeichentrickfilme geliebt und auch heute verliere ich mich in romantischen Geschichten wie „Liebe braucht keine Ferien“.

Diverse Versuche mein Glück selbst in die Hand zu nehmen scheiterten an mir unbekannten Gründen und endeten nur in Enttäuschung und Schmerz.

Man möge also annehmen, dass mir die Hoffnung langsam ausgeht, doch das tut sie nicht. Denn ich glaube einfach daran, dass auch bei mir im Leben irgendwann mal Geigen Musik im Hintergrund spielt.

George Bernard Shaw sagte einst, die Liebe sei die einzige Sklaverei die als Vergnügen empfunden wird, doch ist es nicht viel eher so, dass auf die Liebe zu warten, die einzige Sklaverei ist in die es wert ist überzugehen?

7.9.09 17:05
 


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